Am 25. Juni 2026 fand die Fachgruppentagung Werkdienst des BSBD in der historischen Kirche des ehemaligen Klosters und jetzigen JVA Schwäbisch Gmünd statt. Die Tagung wurde von Mathias Schmiederer, dem Vorsitzenden der Fachgruppe, und dem stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Rentschler geleitet.
Ein Dank gilt dem Ortsverband Schwäbisch Gmünd der uns für den Tag mit Speisen und Getränke versorgt hat. Hier gilt unser besonderer Dank Franziska Schneider und Dirk Honigmann.
Die Tagung begann mit einer Begrüßung und einer kurzen Vorstellungsrunde. Anschließend diskutierten die Teilnehmer die Auswirkungen des Resozialisierungsgesetzes und der neuen Gefangenenentlohnung auf die Arbeit in den Justizvollzugsanstalten. Die Bandbreite war hoch, teilweise gab es von Seiten der Gefangenen keine Probleme, teilweise wurde die schwierige Situation geschildert, den Beschwerden der Gefangenen entgegenzutreten und dennoch die Arbeitsmotivation der Gefangenen hoch zu halten und die geforderte Qualität der Kunden zu gewährleisten.
Die Teilnehmer berichteten auch über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in ihren jeweiligen Anstalten. Es gab eine lebhafte Diskussion zu den verschiedenen Themen, zum Beispiel die momentane Tendenz zum Schichtbetrieb in diversen VAW´s, die Hitzeschutzkonzeptionen. Es wird aus dem ganzen Land berichtet, dass die Werkmeister vermehrt in anderen Bereichen der JVA aushelfen, dies dürfte dem neuen Dienstposten und Arbeitszeitenplan geschuldet sein. Aufgrund des Dienstposten- und Arbeitszeitenplans wurden in Heilbronn und Bruchsal Stellen nicht nachbesetzt.
Alexander Rees, der stellvertretende Landesvorsitzende des BSBD BW, berichtete über die aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten des BSBD BW. Er hob hervor, dass das Resozialisierungsgesetz mit einer starken Unterdeckung des VAW beschlossen wurde, was zu einer Vielzahl von Problemen führt.
Nach dem Mittagessen diskutierten die Teilnehmer verschiedene Themen, die von der Gruppe im Laufe des Jahres gesammelt wurden. Es wurden Prioritäten gesetzt und nächste Schritte besprochen. Die Fachgruppe beschloss, sich weiterhin dafür einzusetzen, das Endamt des Geschäftsführers VAW auf die Besoldungsgruppe A 13 zu heben. Weiterhin forderte sie eine Zulage, die an die Funktion des Betriebsleiters geknüpft ist, um die Verantwortung und den hohen persönlichen Einsatz dieser Funktion abzubilden. Zudem würde es den Betriebsleiter attraktiver machen, was es erleichtert, diese Stellen zu besetzen. Es wurde beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass die Anwärter die Gitterzulage früher erhalten, und die Gitterzulage zukünftig für alle Bediensteten an die Polizeizulage angepasst wird.
Anschließend an die Tagung wurden von der Fachgruppe die Arbeitsbetriebe besichtigt, teilweise war dies auch für gestandene Werkmeister neue Eindrücke und das erste Mal, dass die Arbeitsbetriebe im Frauenvollzug besichtigt werden konnten. Frau Schneider führte die Fachgruppe durch die Anstalt und gab Einblicke in die Arbeitsbetriebe, was für alle Teilnehmer eine interessante und informative Erfahrung war.
Mit Grüßen und herzlichem Dank an die JVA Schwäbisch Gmünd: die engagierten Mitstreiter der Fachgruppe Werkdienst!
Bericht: Mathias Schmiederer