Die Personalräteschulung des BSBD BW (Bundesverband der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands, Landesverband Baden-Württemberg) fand am 24.11.und 25.11.2025 in Hößlinsülz, nahe Heilbronn in der malerischen Region der Schwäbischen Toskana, statt.
Der Landesvorsitzende des BSBD, Michael Schwarz begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich und gab noch einige Hinweise zum organisatorischen Ablauf. Im Anschluss erfolgte eine kurze Vorstellung der Teilnehmer, um ein persönliches Kennenlernen zu ermöglichen.
Anschließend wurden die vorab gestellten Fragen an den Personalreferenten vom Justizministerium (JUM), Herrn LMR Egerer, vorbereitet. Diese Fragen sollten im Laufe der Schulung besprochen werden, um den Teilnehmern eine umfassende Information über die aktuelle Personalsituation und andere relevante Themen zu bieten.
Gespräch mit dem Personalreferenten beim Justizministerium BW Abt. IV Herr LMR Egerer
Herr LMR Egerer hielt einen Vortrag über die aktuelle Personalsituation im Justizvollzugsdienst. Er betonte, dass, wenn alle offenen Personalstellen besetzt wären, Baden-Württemberg im guten Mittelfeld im Vergleich mit den anderen Bundesländern läge. Dies unterstrich die Bedeutung einer vollständigen Besetzung aller Stellen, um eine effiziente und angemessene Justizvollzug zu gewährleisten.
Ein weiteres wichtiges Thema waren der Krankenstand und die Langzeiterkrankungen unter den Beschäftigten. Hier wurde deutlich, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Arbeitsbelastung,der Stellenauslastung und der Gesundheit der Mitarbeiter gibt. Die Notwendigkeit, Überstunden zu reduzieren und eine gesunde Work-Life-Balance zu fördern, wurde hervorgehoben.
Beim Thema Überstunden wurde deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, um die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern und die Überstunden zu reduzieren.
Herr Egerer informierte auch über den aktuellen Stand des Baus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rottweil, die im Jahr 2028 mit Vollbelegung geplant ist. Dieses Projekt ist für die zukünftige Infrastruktur des Strafvollzugs in Baden-Württemberg von großer Bedeutung und bietet neue Perspektiven für die Beschäftigten.
Berichte aus den Anstalten und Info der ARGE Justiz (M.Schwarz, S.Spindler)
Am zweiten Tag der Schulung berichtete der Landesvorsitzende zuerst über aktuelle Themen aus der Arbeit des Landesvorstand Bspw. Sachstand 41 Stundenwoche, Lebensarbeitszeit, titulierte Schmerzensgeldansprüche uvm.
Anschließend folgten Berichte aus den Anstalten, die einen tiefen Einblick in die praktische Arbeit und die Herausforderungen, mit denen die Justizvollzugsbediensteten konfrontiert sind, gaben. Diese Berichte ermöglichen es den Teilnehmern, die Theorie mit der Praxis zu verbinden und ein umfassenderes Verständnis für die Bedürfnisse und Probleme im Justizvollzugsdienst zu entwickeln.
Aus der ARGE Dienstkleidung gab es eine kurze Information zu Neuerungen im Bereich persönlicheAusstattung für Bedienstete. Dieser Teil betonte die Wichtigkeit einer angemessenen Ausstattung für die Bediensteten, um ihre Arbeit effektiv und vor allem sicher ausführen zu können.
Vortrag unseres Kooperationspartners zum Thema Vorsorgevollmachten und digitales Erbe
Ein Highlight der Tagung war der Vortrag von Petra Hasebrink vom Kooperationspartner BBBank zum Thema Vorsorgevollmachten und digitales Erbe. Dieser Vortrag bot den Teilnehmern wertvolle Informationen und praktische Tipps zur Planung und Gestaltung ihrer persönlichen und digitalen Angelegenheiten. Die Bedeutung von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und der Verwaltung des digitalen Erbes wurde hervorgehoben, um sicherzustellen, dass die persönlichen Wünsche und Entscheidungen auch im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit oder nach dem Tod respektiert werden.
Fazit
Die Personalräteschulung des BSBD BW in Hößlinsülz bot eine umfassende und informative Plattform für die Teilnehmer, um sich über die aktuelle Personalsituation, Herausforderungen im Justizvollzugsdienst und wichtige persönliche Angelegenheiten der Personalratsarbeit auszutauschen und zu informieren. Der Austausch zwischen den Teilnehmern und den Referenten ermöglichte es, konstruktive Lösungen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von Fortbildung und Vernetzung im Justizvollzugsdienst, um eine professionelle und effiziente Arbeit zu gewährleisten.
Bericht: Kai Kretschmer