bsbd_baden-wuerttemberg
21. Januar 2020

Die Jugend im BSBD hat Zukunft

Fachgruppe Junge Bedienstete trifft sich auf dem Hohrainhof

Zu ihrer zweiten Sitzung im Jahr 2019 traf sich die FG Junge Bedienstete auf dem Hohrainhof, der landwirtschaftlichen Außenstelle der JVA Heilbronn.

Zu Beginn der Veranstaltung gab es eine Führung durch den Weinbau und den Unterkunftsbereich, hier wurde auch eindeutig der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Vollzug klar. Vielen Dank an die Kollegen des Hohrainhof!

Nach einem kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen durch den FG Sprecher Philipp Weimann ging es darum, das Positionspapier 2019 weiter zu verfolgen.

Gerade das Thema Ausbildungszentrum liegt den jungen Kolleginnen und Kollegen sehr am Herzen. Eine gute schulische Ausbildung ist eines der wichtigsten Standbeine für eine gelungene Ausbildung. Mit in absehbarer Zeit vier Ausbildungsstandorten, in teilweise ehemaligen Vollzugseinrichtungen mit minimalistischer Ausstattung, sehen wir dieses Ziel aber als gefährdet an. Wir wissen, dass die Kolleginnen und Kollegen vom Bildungszentrum Justizvollzug Baden-Württemberg ihr bestmögliches geben, um die Ausbildung erfolgreich zu gestalten. Aber die Politik ist auch in der Verantwortung, die Rahmenbedingungen zu schaffen und diese sind beim besten Willen nicht mehr zeitgemäß. Egal ob es sich um die Unterbringung der Anwärterinnen und Anwärter handelt oder um die technische Ausstattung.

Weitere Themen waren der Infektionsschutz bei Krankenhausbewachungen mit hochansteckenden Krankheiten oder auch die attraktivere Gestaltung des Wochenenddienstes.

Ein ganz anderer Punkt war noch das Thema, wie kann auch der Justizvollzug bei der Digitalisierung voranschreiten. Ein kleiner erster Anfang wäre für uns eine Dienstplan App, in der jeder Kollege seinen persönlichen Dienstplan, Urlaube usw. einsehen könnte. Dies ist in vielen anderen Bereichen schon Standard, so wird zum Beispiel an Schulen mit Stundenplan Apps gearbeitet.

Wir werden auch in 2020 weiter an unseren Zielen arbeiten und diese konsequent mit Anträgen an den Landesvorstand weitergeben.

Wie Karolin Hermann (Vorsitzende der dbb-Jugend Bund) gesagt hat: „Jugend darf frech sein und auch mal verrückte Ideen formulieren!“ Philipp Weimann