Am 13. und 14. Oktober 2026 kam der Landeshauptvorstand (LHVS) des BSBD Baden-Württemberg in Gäufelden zusammen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Ortsverbände und Fachgruppen befassten sich an zwei intensiven Tagen mit aktuellen gewerkschaftlichen Themen.
Der Landesvorsitzende Michael Schwarz eröffnete die Sitzung und hieß alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen. Nach einem kurzen Überblick über den geplanten Ablauf sowie wichtigen organisatorischen Hinweisen stieg der Vorstand direkt in die umfassende Tagesordnung ein.
Personelle Veränderungen im Landeshauptvorstand
Ein zentraler Punkt zu Beginn waren die personellen Weichenstellungen innerhalb des Gremiums:
In einem ausführlichen Bericht blickte der Landesvorsitzende auf eine außerordentlich aktive Periode zurück: Seit der letzten Hauptvorstandssitzung nahm er rund 120 Termine wahr. Darunter fielen intensive politische Gespräche, Termine mit dem Ministerium sowie Besuche vor Ort in den Vollzugsanstalten, um die Anliegen der Mitglieder konsequent zu vertreten. Gewerkschaftsarbeit braucht eine gute Vernetzung in viele Bereiche, weshalb er auch zahlreiche Veranstaltungen anderer Gewerkschaften und Parteien besuchte.
Das Portfolio der Themen über das der Vorsitzende berichtete unter anderem zu den Themen in den Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl 2026 und der detaillierten Eingabe zu den Koalitionsverhandlungen. Weiter berichtete Herr Schwarz unter anderem noch zum Landeshaushalt, Dienstkleidung, Gitterzulage, Tarif und Tarifverhandlung. Bei dem Punkt Gewalt am Arbeitsplatz unterstrich er die Belastungen der Kolleginnen und Kollegen durch die täglich sogenannte niederschwellige Gewalt und ihre langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bediensteten.
Der Höhepunkt des ersten Tages war der Besuch des Abteilungsleiters 4 Justizvollzug Herr Ministerialdirigent Finckh aus dem Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, der der Einladung sehr gerne gefolgt war.
In seinem Vortrag ging Herr Finckh auf die drängendsten Themen des Vollzugs ein:
Im Anschluss an seinen Vortrag hatte unser Abteilungsleiter noch Zeit für eine offene Fragerunde und beantwortete die kritischen und konstruktiven Fragen von den Mitgliedern des Landeshauptvorstands. Zum Abschluss dankte er dem BSBD ausdrücklich und lobte die gewohnt vertrauensvolle, sachliche und gute Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft.
Ein weiterer wesentlicher Teil der LHVS galt der Finanzlage des Landesverbandes.
Der Kassenbericht 2025 gab keinen Anlass zu Beanstandungen und wurde von den Anwesenden gewürdigt und somit wurden die Kasse und der Landesvorstand einstimmig entlastet.
Der Haushaltsvoranschlag für 2027 zeigt die negativen Auswirkungen der allgemeinen Teuerungsrate, die Inflation und weiteren gestiegenen Kostenpunkten. Der Landeshauptvorstand beriet intensiv über notwendige Gegenmaßnahmen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit und die gewohnt hohe Qualität unserer Arbeit nachhaltig zu sichern.
Der zweite Tagungstag stand ganz im Zeichen der gewerkschaftlichen Binnenarbeit:
Zum Ende der Tagung bedankte sich der Landesvorsitzende Michael Schwarz bei allen Anwesenden für die engagierte Mitarbeit, wünschte eine gute Heimreise sowie viel Erfolg und Kraft für die anstehende Arbeit in den jeweiligen Ortsverbänden vor Ort.
Bericht: Kai Kretschmer