06. Februar 2026

BSBD bei Warnstreik und Protestkundgebung des dbb / BBW in Stuttgart

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind mehr als bedient und zeigen dies auch

Mehr als 4800 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrierten in Stuttgart für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Der BSBD war mit einer ca. 60 Personen starken Gruppe wieder einmal stark und wirkungsvoll vertreten. Wir als Gewerkschaften unter dem Dach des dbb fordern 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 300 Euro und 20 Prozentpunkte mehr bei Zeitzuschlägen. Die Arbeitgeber bei der Kundgebung im Schlossgarten wurden dafür kritisiert, die Forderungen als "astronomisch" zu bezeichnen, während die Lebenshaltungskosten tatsächlich stark steigen.

 

Es wird eine faire Bezahlung für öffentlich Beschäftigte gefordert und vor einem flächendeckenden Streik gewarnt, sollte es keine Ergebnisse aus den Verhandlungen geben. Die Gewerkschaften erwarten ein klares Bekenntnis zu den Nachwuchskräften, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

  • Zusammenfassung:
    • Anlass: Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder; Protest in Stuttgart (05.02.2026) mit über 4.800 Teilnehmenden.
    • Forderungen: sieben Prozent Gehalt, mindestens 300 Euro, 20 Prozent mehr bei Zeitzuschlägen; faire Bezahlung, Respekt vor der Arbeit, Absicherung gegen Abgehängt werden des öffentlichen Dienstes.
    • Verlauf: Protestmarsch um Stuttgart, anschließende Kundgebung im Oberen Schlossgarten; BBW-Chef Rosenberger kritisiert TdL-Verhandlungsführung als blockierend; dbb-Vize Andreas Hemsing betont Notwendigkeit eines angemessenen Angebots für Abschluss.
    • Finanzlage: Kritik am “Leerer-Kassen”-Argument der Arbeitgeber; Verweis auf steigende Steuereinnahmen und notwendige Priorisierung der Gehälter statt anderer Ausgaben.
    • Perspektive: Tarifvertrag als erster Schritt; parallele Forderung nach 1:1-Übertragung auf Beamte und Versorgungsempfänger ohne Abstriche.
    • Warnung: Wenn TdL erneut mit leeren Händen kommt, droht flächendeckender Streik.
    • Nachwuchs: bbw-jugend fordert bessere Perspektiven für Auszubildende (unbefristete Übernahme nach Ausbildung, ggf. Deutschland-Ticket oder 50 Euro Tankzuschuss).
    • Termine: Nächste Runde in Potsdam; dbb-Verhandlungsführer Volker Geyer erwartet Bewegung der Arbeitgeber.

 

Danke an alle Teilnehmenden für die Solidarität und Bereitschaft Energie in den Arbeitsalltag mitzunehmen.

Bericht: Michael Schwarz