04. November 2018

BSBD hat den gehobenen Verwaltungsdienst im Blick

Fachgruppe gehobener Verwaltungsdienst steckt den Fahrplan ab

  • Foto: BSBD BW Leiterin der Fachgruppe Frau Ensle-Bohn im Gespräch
  • Gespräch Fachgruppe im JM am 06.11.2018

Fachgruppe gehobener Verwaltungsdienst tagt in Stuttgart

Am 24. Oktober 2018 trafen sich die Mitglieder der Fachgruppe gehobener Verwaltungsdienst in den Räumen der DPolG in Stuttgart zur Herbstsitzung der Fachgruppe gehobener Verwaltungsdienst.

Fachgruppensprecherin Frau Ensle-Bohn begrüßte die Teilnehmer. Erfreulicher Weise konnten zwei Gäste, die Kolleginnen Andrea Bauer (JVA Schwäbisch Hall) und Svenja Lehner (JVA Mannheim), in der ansonsten fast vollzähligen Gruppe begrüßt werden. Kollege Harald Haag war wegen eines dienstlichen Termins entschuldigt.

Die beiden jungen Kolleginnen bekundeten durch ihre Teilnahme an der Sitzung ihr Interesse künftig in der Fachgruppe als feste Mitglieder mitarbeiten zu wollen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Mehrzahl der Fachgruppenmitglieder in den nächsten Jahren pensionsbedingt aus der Fachgruppe ausscheiden wird, freuen sich die „Altgedienten“ sehr über neue Gesichter.

Zum Einstieg in die Sitzung rief Frau Ensle-Bohn die von der Fachgruppe beim Delegiertentag im Herbst 2017 gestellten Anträge in Erinnerung.

Durch die Annahme der Anträge durch die Delegiertenversammlung wurde der Landesvorstand beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass für freiwerdende Stellen im gehobenen Verwaltungsdienst im Justizvollzug Rechtspflegeranwärter/innen eingestellt werden, die bereits im Auswahlverfahren für die Zulassung zum Studium

Interesse an einer zukünftigen Tätigkeit im Justizvollzug bekunden und für diese Verwendung geeignet erscheinen. Stellen sollen mit leistungsstarken, insbesondere für die anspruchsvollen speziellen Aufgaben im Justizvollzug geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden.

Ein weiterer Antrag an den Delegiertentag befasst sich mit der Forderung, den Laufbahnangehörigen durch Transparenz hinsichtlich planbar freiwerdender Stellen die Möglichkeit zu verschaffen, berechtigte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu fördern und Entwicklungschancen einzuräumen.

Anknüpfend an diese Forderungen widmete sich die Fachgruppe der Vorbereitung des Treffens mit den Herren Egerer und Drexler am 6.11.2018 im Justizministerium in Stuttgart.

In Begleitung unseres Landesvorsitzenden Alexander Schmid werden die Fachgruppenmitglieder Andreas Rothböck und Elfriede Ensle-Bohn die dringendsten Anliegen der Laufbahn gehobener Verwaltungsdienst im Justizvollzug vortragen.

Schwerpunktthemen werden sein:

- Maßnahmen zur Personal-/ Nachwuchsgewinnung

- Verbesserung der Qualifizierung für die Aufgaben im Justizvollzug

- Förderung beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten

- Personalverstärkung auf Grund von Aufgabenzuwächsen und Personalzuwächsen in anderen Laufbahnen

- Bereitstellung von Mitteln für die „Personalpflege“ (Verbesserung der Rahmenbedingungen, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen etc.)

- Strukturelle Verbesserungen insbesondere Beförderungswartezeiten

Über den Verlauf des Gesprächs wird die Fachgruppe im nächsten Heft berichten.

Anschließend beschäftigte sich die Fachgruppe mit dem Entwurf des Personalentwicklungskonzepts für die Laufbahnen des gehobenen Justizdienstes, des Amtsanwaltsdienstes, des Bezirksnotardienstes sowie des gehobenen Verwaltungsdienstes im Justizvollzug. Im Austausch mit der Justizpraxis ist ein Konzeptentwurf entstanden, der im Intranet eingesehen werden kann und zu welchem noch bis 15.11.2018 Anregungen und Kritik eingereicht werden können. Die Anliegen der Fachgruppe findet sich in diesem Konzept breit gestreut wieder. Aufgabenstellung der Fachgruppe wird es künftig sein, die gesteckten Ziele und Bekundungen zu beobachten und deren Umsetzung einzufordern, damit das Konzept nicht nur das Papier wert ist, auf dem es gedruckt ist, sondern gelebt wird.